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... Vater sein dagegen sehr!

Worum geht's? 

 

Hallo zusammen! Ich habe mein geregeltes Berufsleben nun seit knapp drei Wochen hinter mir gelassen, um mehr Zeit mit meinen beiden Söhnen (3einhalb und 1eindreiviertel Jahre jung) zu verbringen, den Haushalt zu schmeißen(!)(im doppelten Wortsinn) und ganz Familienvater zu sein. Ich kann die innerliche Aufruhr einiger Leser bereits jetzt in den Augen erkennen. Und wer verdient jetzt das Geld, oder lebt diese Familie vom Amt? Nein, wir leben nicht vom Amt. Bis vor einigen Tagen war ich noch Unternehmer in einem Elektrofachmarkt - jetzt bekomme durch mein Ausscheiden aus dem Geschäft eine gute Gewinnauszahlung. Außerdem geht meine Frau wieder Vollzeit arbeiten (nein ich nehme sie nicht aus wie eine Weihnachtsgans, das hat sie schon jahrelang vorher mit mir gemacht *Sarkasmus aus*)

Wir haben uns die Entscheidung natürlich nicht leicht gemacht, denn ich hätte das Geschäft als alleiniger Inhaber übernehmen können - jedoch wollte ich da aus mehreren Gründen raus auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. 

 Und welche schönen, teils grauenhaften Erfahrungen ich bereits jetzt erlebt, durchlebt und überlebt habe, tja, genau das möchte ich euch mit diesem Blog mitteilen - sozusagen meine Erfahrungen könnten eventuell einmal eure Haut retten *hust*.

Aber wer selbst Kinder hat, der weiß, dass es mir in erster Linie darum geht, hier ein Ventil für meine unterdrückten Emotionen zu haben, die ich nirgendwo hinausposaunen kann *shame on me*


Worum es hier also nicht geht sind die gewissermaßen schönsten aller  ehelichen Pflichten! Also wer hier liest, der bekommt keinen Softporno ins Gehirn transferiert um sich bequem im Sessel einen zu ... *BEEB* 

 Die erste  Woche - was ist alles passiert

 Die erste Woche war so zauberhaft wie in einem Disneyfilm. Das lag vor allem daran, dass ich  mir wirklich noch keine ernsthaften Gedanken über Haushalt, Kindererziehung, Kindergarten, Kochen, Zeitmanagement, andere Kinder, Nachbarn, Hunde, Katzen, Pferde, Windeln, Schwiegermutter(!), Kinderspielzeug, Sicherheit im Haushalt, Toilettenpapier oder das simple Wort "Nein!" (das in meinem Alltag mittlerweile so integriert ist, wie sich das die Bundesregierung von den Asylanten wünscht) , sowie die hilfreichen Befehle:

"Runter da!" oder ersatzweise: Runter vom Tisch!"

"Das kann man nicht essen!"

"Gib das sofort deinem Bruder zurück, oder wir drehen auf der Stelle um!" 

und andere Dinge, wie vollgekackte Unterhosen (und Ekeligeres) gemacht hatte, bei denen sogar mir (ehemaliger Zeitsoldat!) beim Anblick des leblosen Stoffs eine Mitleidsträne über die Wangen rollte (und ich mich hinterher selbst bemitleidete, weil ich die Sauerei wieder weg machen musste) . Doch das sorglose Leben sollte sich schon sehr bald ändern, um es genau zu sagen, mit Beginn der zweiten Woche. 

Zum anderen lag es daran, dass die Kinder in der ersten Woche noch nicht ahnen konnten, dass es mit Papa alleine Zuhause für die nächste Zeit ein Dauerzustand werden sollte. Sie kannten es ja, wenn ich aus dem Urlaub heraus viel Zeit mit meinen Söhnen verbrachte. Denn ich war (bin?) ein sau cooler Daddy. Immer am Rumalbern, der sich auch nach der oft aufreibenden Arbeit viel Zeit für sie nahm, sie ins Bett brachte (Standard: Lego bauen, Playmobil spielen, Nintendo DS zocken,  Geschichten vorlesen oder selber erfinden etc.) und viel mit ihnen gekuschelt hatte (und jetzt noch, nur mit weniger, vielleicht noch etwas weniger Elan (siehe meine Augenringe). Aber erzogen (!), habe ich sie die letzten dreieinhalb Jahre wenig, bis gar nicht (und nur weil man als Papa möchte, dass die Kinder ruhig sind, ist das noch laaaaaaaannnngggggeeeee keine Erziehung, aber dazu später mehr). Das übernahm meine allerliebste Ehefrau (sie ist auch meine einzige!) <3 und an dieser Stelle sollte nicht verborgen bleiben, dass ich sie über alles liebe, sie mein Sonnenschein ist auch an trüben Tagen, oder wie ich es jetzt mitunter erlebe, an stürmischen, orkanartigen Tagen die mir die Schuhe von den Füßen ziehen. Sie ist, wie der Spruch der mir gestern bei ihrem Anblick auf der Couch eingefallen ist, als wir die Wiederholung von DSDS im Fernsehen guckten... (ja, ich muss auch von Zeit zu Zeit die Rolle des Pantoffelheldes in einer glücklichen Beziehung übernehmen). Ich flüsterte ihr ins Ohr:  "Du bist die Idealvorstellung von Schönheit!" Und so ist es. Amen!

An dieser Stelle will ich auch erwähnt haben, dass unsere beiden Söhne, ich will sie einmal Ben <3 und Nick <3 nennen, denn so heißen sie tatsächlich, absolute Wunschkinder waren. Ich kann die ganzen Eltern, die ungewollt Kinder auf die Welt setzten, nicht im geringsten verstehen. Es ist oft schon nicht leicht Verständnis für seine Kinder aufzubringen, die man abgöttisch liebt. Wie es dann bei solchen Eltern aussieht, die dennoch Kinder bekommen, obwohl nicht aus dem einzigen richtigen Motiv, das der Liebe, will ich mir gar nicht vorstellen. Es gibt sooo viele Verhütungsmethoden, da hätte doch schon eine gereicht (und nein, vorher rausziehen ist keine Verhütungsmethode an alle Bravo Leser da draußen). Aber ich komme vom Thema ab.

Die erste Woche war ein Traum! Die Kinder waren brav zu mir, und damit meine ich  w i r k l i c h brav. Noch wollten sie mir gegenüber ihre Grenzen nicht aufgezeigt bekommen. Na gut, im Haushalt war ich recht vernachlässigend, was ich aber schon in der zweiten Woche hart zu spüren bekam (der Ben hatte unter anderem keine frischen Hosen mehr, da wir alle in unserem Garten  dreckig  gemacht hatten... etc.) und bis auf ein, zwei Teller die beim Herausnehmen aus dem Geschirrspüler zerbrachen, war auch nichts Besonderes geschehen.

Ich brachte sie wie jeden Abend ins Bett und sang ihnen noch ihr Lieblingslied "La Le Lu" vor. Alles lief gewöhnlich gut. Aber dann kam Tag vier, oder wie ich die 2. Woche taufte: Kinder kriegen ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr! (ja, wie einige spitzfindige Leser mitrechneten, war die erste Aprilwoche ziemlich kurz. Meine Frau hat am 1. April wieder das Arbeiten angefangen, also nur den Freitag. Daher half sie mir übers Wochenende mit den Kindern... also war die erste Woche für mich als "Daddy at Home" eigentlich nur ein Tag lang... aber was nützt es wenn ich mich belüge... so war es... für diesen einen Tag war dann doch sehr viel passiert.

So, aber nun muss ich fürs Erste aufhören. Ich muss jetzt das Essen für meine beiden Prinzen servieren (einer beißt schon in die Lederstühle, daher muss ich mich beeilen)! Ein Thema für sich und vielleicht schon bald in meinem Blog zu lesen. 

Bis dahin wünsche ich allen Eltern, ob verheiratet oder alleinerziehend, eine gute, aufregende Zeit, denn wenn ich eines gelernt habe: Kinder = Abenteuerzeit. Und meines geht jetzt weiter...*heul*

Liebe Grüße

JustADad 

 

 

 

 

25.4.16 16:20


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